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ソルブ人・ソルブ語
Die Sorben / Sorbisch
| 旧東独のブランデンブルグ州、ザクセン州をドライブしていると、道路標識や公共施設の看板などが2カ国語表記なっているのをよく見かけます。それがスラブ系少数民族ソルブ人が使うソルブ語です。このことは案外知られていないようなので、少しばかりご紹介します。 右の解説は1990年、まだ東独が存在した時代に西独で発行されたガイドブックに記載されていたもので今は多少事情が異なるかも知れませんが抄訳してみますと... −−−−−− ソルブ人は以前はヴェンド人とも呼ばれ、自らのことをSerbja, Serbjo, Serbowije等と呼んでいる(注:これって「セルビア」と同じ語源と想像できますね) 彼らは西スラブ系の言葉を話し、シュプレー川の上・中流域のオーバーラウジッツ、ニーダーラウジッツに住んでおり、この地域に植民・定住したスラブ系民族の子孫である。彼らは6世紀にゲルマン系民族が移動して去った地域に移動してきて初期封建制の家族制度のもとで農業、酪農、狩猟、漁労などを行っていた。 ドイツの東方植民の過程でザクセンとブランデンブルグのスラブ系民族はドイツ人に同化していったが、ラウジッツのソルブ人は言語や文化的な特徴を今日まで守り通した。 彼らは中世の時代から、都市市民の社会を形成することのない純粋な農耕民族である。 宗教改革の時代にソルブ語の促進を通じて民族意識が確立し、19世紀には民族運動も活発になった。第二帝国時代のゲルマン化の圧力やナチズムによる抑圧、分離主義・民族主義者によるチェコスロバキアへの併合運動などを経て、東独ではドイツ人との同権を獲得し、国家の支援も享受している。(東独政権の親スラブ政策でその見本としての位置づけもあって...) この地域の工業化推進(特に褐炭の露天掘り)はソルブ人の文化的・言語的特徴を危機に晒すものであるが、彼らの伝統や言語はかなり広範に分布しており、またしっかり確立しているので、当面の間は消滅の危機はないと思われる ![]() スラブ人地域のキリスト教化の推移地図 エルベの西側は西暦850年頃までに、その東側でオーデル川の西(概ね旧東独地域と重なる)は1050年頃までにキリスト教化されたとあります。この地図でちょうど旧東独地域の中央あたりに SORBEN という文字が見えますが、これがソルブ人の居住した地域です。 ソルブ人に関する更に詳しい情報は: http://www.inf-gr.htw-zittau.de/~campi/ に、あります。ソルブ人の女性による紹介です。
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![]() Bautzen にて Die Sorben, früher im Deutschen auch Wenden genannt, bezeichnen sich selbst als Serbja, Serbjo oder Serbowije. Sie sprechen eine westslawische Sprache und leben in der Ober- und Niederlausitz an der oberen und mittleren Spree. Sie sind Nachfahren der slawischen Stamme der Lusizer, die in der heutigen Niederlausitz siedelten, und der Milzener, die in der heutigen Oberlausitz wohnten. Die Sorben wanderten im 6. Jh. in die von den germanischen Stammen verlassenen Gebiete ein. Sie waren Ackerbauern, Viehzüchter, Jäger und Fischer und lebten in frühfeudalen Stammesverbanden. Im Verlauf der deutschen Ostkolonisation verloren beide Stamme im 10. Jh. ihre Unabhangigkeit. Wahrend die slawische Bevölkerung im westlichen und mittleren Sachsen und in Brandenburg in der deutschen Bevölkerung aufging, bewahrten die Lausitzer Sorben bis heute ihre sprachliche, kulturelle und ethnische Eigenart. Die Sorben sind seit den Mittelalter ein reines Bauernvolk; eine stadtbürgerliche Gesellschaft hat sich nicht herausbilden können. In der Reformationszeit wurde das sorbische Volkstum dadurch gefestigt, dass die sorbische Sprache gefördert wurde. Im 19. Jh. belebte eine von der Lehrerschaft und Geistlichkeit getragene nationale Bewegung das Sorbentum. Diese Bewegung ging von der sächsischen Oberlausitz aus und richtete sich zunächst auf die Pflege der sorbischen Sprache und des Brauchtums. Nach der Germanisierungspolitik im Kaiserreich und einer massiven Unterdrückung alles Sorbischen während des Nationalsozialismus und nach separatistischen nationalistischen Bewegungen mit Anschlußbestrebungen an die Tschecho-slowakei unmittelbar nach 1945 genießen die Sorben in der DDR Gleichberechtigung und eine demonstrative staatliche Förderung. » Die Anerkennung der führenden Rolle der SED wurde zum Grundprinzip der Domowina.« (Die Domowina ist der 1912 gegründete Bund der Lausitzer Sorben.) Das Sorbische wurde gleichberechtigte Schul- und Amtssprache, Sorabistik kann an der Karl-Marx-Universitat Leipzig studiert werden. Die lndustrialisierung der Lausitz (vor allen Braunkohletagebau) bedeutete für die Sorben in dieSen Bereichen die sprachliche Assimilation und damit das Zurückgehen der traditionell bauerlich geprägten sorbischen Volkskultur und Sprache. Doch in vielen Dörfern sind Volksbrauche wie das Osterreiten, das Tragen von Tracht und Gebrauch der sorbischen Sprache weit verbreitet und so gefestigt, dass ein Verschwinden der sorbischen Volkskultur in absehbarer Zeit nicht befürchtet werden muß. |
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